Case Studies

20.09.2019 | Sesotec

Sesotec Systeme in der modernsten Glasrecyclinganlage in Irland

Jährlich 10.000 Tonnen weniger Altglas auf Deponien


Glas ist ein Material, das sich unendlich oft recyceln lässt, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Der Vorteil in der Verwendung von Altglas im Vergleich zur Neuproduktion liegt im deutlich geringeren Energieaufwand. Gleichzeitig spart die Verwendung von recyceltem Glas Rohstoffe wie Quarzsand, Soda und Kalk ein.

Das Problem: Nichttransparentes Glas stellt besondere Anforderungen an das Recycling

Bei der Herstellung von neuen Glasprodukten ist die Reinheit der verwendeten Altglasscherben der entscheidende Faktor für die Glashütten. Doch die Scherben aus der Sammlung von Altglas enthalten oft unerwünschte Materialien, wie Keramik, Steine und Porzellan (KSP), die entfernt werden müssen. Solche Fremdstoffe können bei der Flaschenproduktion zu Fehlern und Einschlüssen führen. Wegen der optischen Ähnlichkeit, landen bei den KSP Störstoffen aber auch Glassorten, die eigentlich recycelt werden könnten.

Dunkles bis hin zu schwarzem Glas, das vorzugsweise für die Verpackung von empfindlichen und leicht verderblichen Lebensmitteln wie z.B. Salatöl oder auch Sahnelikör verwendet wird, schützt den Inhalt generell vor Licht und speziell vor Sonneneinstrahlung und damit vor vorzeitigem Verderb. Nach der Entsorgung stellt das dunkle, nicht transparente Glas eine besondere Anforderung an das Recycling dar. Bisher war eine Unterscheidung zwischen KSP und dunklem Glas nicht möglich. Diese dunklen Glasscherben wurden zusammen mit KSP aussortiert und kamen auf Deponien.

Die Lösung: Innovative Sortiertechnologie erkennt dunkles Glas

Glassco Recycling Ltd. ist Irlands größter Sammler und Recycler von gebrauchten Glas und Dosenverpackungen. Das Unternehmen hat in Kooperation mit der Sesotec GmbH und deren Partnerunternehmen KRS Recycling Systems GmbH basierend auf der neu überarbeiteten „FLASH C-C Technik“ eine Möglichkeit gefunden, um dunkle, nichttransparente Glasscherben in entsprechender Qualität zurück an die Glas produzierende Industrie liefern zu können und dadurch den Recyclingkreislauf wieder zu schließen. Jährlich werden so alleine in dieser Anlage nochmal über 10.000 Tonnen Altglas, das ansonsten auf Deponien gelandet wäre, wiederverwendet. Glassco Recycling zufolge ist diese Anlage die erste ihrer Art.

Bei den Multisensorsortiersystemen K9 FLASH C-C werden äußerst präzise Hochgeschwindigkeitskameras eingesetzt, die eine Scanrate von über 20.000 Scans pro Sekunde und damit eine Erkennung von bis zu 100.000 Glasteilen pro Minute ermöglichen. Kombiniert mit neuester LED-Beleuchtungstechnologie, erstellen die Kameras genaue optische Messungen von jeder einzelnen Glasscherbe. Durch ein neues Auswerteverfahren, welches unter anderem Ansätze von künstlicher Intelligenz aufgreift, kann dieses neue System zwischen dunklem Glas und Teilen aus Keramik, Stein und Porzellan (KSP) unterscheiden.

Der Kundenvorteil: Weniger Glasverlust im Sortierprozess

Zeki Mustafa, Geschäftsführer von Glassco Recycling, ist von der Leistung der K9 FLASH Sortiergeräte überzeugt: „Durch den Einsatz der neuen Technologie verringert sich unser Glasverlust im Sortierprozess, da das dunkle, nicht-transparente Glas im Glasstrom verbleibt und recycelt werden kann.“


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