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KI trifft 3S

Glasrecycling zählt zu den erfolgreichsten Recyclingprozessen. Glas kann beliebig oft wieder eingeschmolzen werden, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Die Sammelquoten sind seit vielen Jahren hoch. Darüber hinaus werden beim Einsatz von recycelten Glasscherben im Vergleich zur Neuproduktion deutlich weniger Energie und Rohstoffe benötigt.

Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistet die Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG, die zur Reiling Unternehmensgruppe gehört und auf das Recycling von Glas spezialisiert ist. Die traditionsreiche, familiengeführte Unternehmensgruppe ist seit über 100 Jahren eine feste Größe als Partner und Experte im Recyclinggeschäft. Reiling Glas Recycling bereitet an insgesamt 12 Glasrecyclingstandorten im In- und Ausland jährlich über eine Million Tonnen Glas auf und zählt dadurch zu den führenden Recyclingunternehmen Europas.

Das Problem

Nur wenn Störstoffe und Verunreinigungen vollständig aus dem Altglas entfernt werden, kann das recycelte Glas als Sekundärrohstoff wieder verwendet werden - der Glas-Recyclingkreislauf schließt sich. 

Glasrecyclingunternehmen wie Reiling investieren kontinuierlich in modernste Technologien, um Störstoffe effizient aus dem Scherbenstrom zu entfernen und einen möglichst hohen Anteil an sortenreinem Material für die Herstellung neuer Glasprodukte zu gewinnen. Dabei sollen die notwendigen Sortiervorgänge möglichst effizient in wenigen Prozessschritten zusammengefasst werden, um Zeit, Energie, Kosten sowie auch Platz zu sparen und dadurch die Effizienz in der Altglasaufbereitung weiter zu steigern.

Wenn es auf höchste Präzision für schwierige Sortieraufgaben ankommt, werden meist Sortiersysteme eingesetzt, die sich lediglich auf eine Sortieraufgabe beschränken. Das Gutmaterial wird in den ersten Schacht geleitet, während sämtliche ausgeschleusten Fremdmaterialien in den zweiten Schacht gelangen.

Reiling gilt allgemein als einer der Vorreiter im Einsatz von 3-Schacht Sortier-Systemen. Mit dem neuen 3S Glassortiersystem von Sesotec werden nun jedoch die Kompromisse, die in der Vergangenheit bei 3-Schacht Sortierlösungen eingegangen werden mussten, nahezu eliminiert. Ziel von Reiling ist es, Weißglas mit höchster Präzision von Mischglas abzutrennen und gleichzeitig KSP (Keramik, Steine, Porzellan) sicher und mit minimalem Glasverlust abzuscheiden. Die begrenzten Platzverhältnisse im bestehenden Anlagenlayout erforderten zudem eine durchdachte Lösung in Form eines einzigen, extrem leistungsfähigen Geräts.

Die Lösung

Sesotec hat zusammen mit der KRS Recycling Systems GmbH das bewährte Glas-Sortiersystem SPEKTRUM+ zu einem SPEKTRUM+ 3S weiterentwickelt: „3S“ steht dabei für drei (Material-)Ströme, die in einem einzigen Gerät sortiert werden können. Der Fokus liegt darauf, die Performance eines zwei-Wege Sorters so auf ein drei-Wege System zu übertragen, dass für den Kunden keine Unterschiede mehr in der Sortierqualität erkennbar sind.

KRS Recycling Systems ist seit über 30 Jahren eine der führenden Adressen für den Anlagenbau und die Sortiertechnik in der Glasrecyclingindustrie. Das Unternehmen deckt dabei den gesamten Prozess ab – von Beratung und Planung über Gerätelieferung, Aufbau und Inbetriebnahme bis hin zu Servicedienstleistungen im Bereich Glasrecycling.

Das Sortiersystem SPEKTRUM+ 3S wird bei Reiling für voraufbereitetes Material eingesetzt. Die drei Schächte lassen sich je nach Sortieranforderung flexibel belegen. In einem Schacht werden derzeit KSP und Metalle ausgeschleust, der mittlere Schacht dient als Durchlauf für farbiges Glas, und im dritten Schacht wird Weißglas separiert.

Benedikt Heitmann, Geschäftsführer Reiling Glas Recycling: „Mit dem SPEKTUM+ 3S werden unsere Anforderungen optimal erfüllt: KSP und Metalle werden sicher entfernt und hochwertiges Weißglas wird präzise aus dem Mischglas zurückgewonnen – alles in einem Gerät und nur in einem Schritt.“

Die Vorteile des neuen Sortiersystems SPEKTRUM+ 3S liegen auf der Hand:

Sesotec ist der Anbieter im Glasrecycling, der alle Sortieraufgaben in einem einzigen Gerät KI-unterstützt nun auf einem ganz neuen Level abbilden kann. Dadurch werden Sortierprozesse einfacher - effizienter - kompromissloser.

Die neue Anordnung der Ventilleisten bietet eine bessere Leistung und höhere Effektivität. Besonders bei komplizierten Verunreinigungen wie z.B. Steinen und Henkeln. KI-Algorithmen entscheiden über die erforderliche Sicherheit beim Ausschleusen und helfen mit, den Glasverlust z.B. bei Glas mit Labeln zu minimieren. 

Darüber hinaus wird das Sortiersystem in verschiedenen Arbeitsbreiten (1m und 1,5m) sowie mit unterschiedlichen Ventilrastern angeboten. Die Sensorik zur Erkennung von Fremdstoffen, Farben und Metallen ist dabei frei wählbar, flexibel an Kundenbedürfnisse anpassbar und kann auch später nachgerüstet werden.  

Erwähnenswert an dieser Stelle: Das Gerät SPEKTRUM+ 3S kann optional mit einem C-C Sensor (= zusätzliche Spezialbeleuchtung + Sensorik) ausgestattet werden. Dieser ermöglicht die Erkennung von dunklen, lichtundurchlässigen Glasteilen, so dass auch diese wertvollen Bestandteile weitestgehend im Gutmaterialstrom verbleiben. Herkömmliche Geräte, ohne diese Technik, können diese Scherben nicht als Gutmaterial identifizieren und schleusen sie in der Regel ungewollt mit dem KSP-Material aus. Durch den Einsatz des C-C-Sensors wird der Gutmaterialertrag somit deutlich gesteigert.

Der Kundennutzen

Ein einziges Gerät übernimmt sowohl die Abtrennung von KSP als auch die Trennung von Weißglas und Mischglas.  Reiling Glas Recycling profitiert dabei in besonderem Maße von der einfachen Integration in die bestehenden Anlagen sowie vom reduzierten Stahlbau, der sich daraus ergibt, dass weniger Geräte installiert werden müssen. Trotz begrenzter Platzverhältnisse bleibt der Zugang für Wartung und Reinigung uneingeschränkt gewährleistet. Der SPEKTRUM+ 3S überzeugt zudem durch eine frei wählbare und kombinierbare Sensorik, die eine flexible Anpassung an individuelle Sortieraufgaben ermöglicht.

EINGESETZTE TECHNOLOGIEN

Unsere Produkte aus dieser Case Study