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20.03.2007

IFS-konforme Fremdkörperseparation in der Fleischindustrie


Das Unternehmen S+S Separation and Sorting Technology GmbH, Schönberg, präsentiert zur IFFA 2007 in Frankfurt (Halle 9.1, Stand C 47) technologisch ausgereifte Metall- und Fremdkörper-Separatoren speziell für die Fleischindustrie. Neben dem bekannten und in der Praxis bereits vielfach bewährten Metall-Separator für Fülleranwendungen LIQUISCAN VF und den Metall-Detektionssystemen mit Förderband UNICON und VARICON zeigt S+S auch die neue Generation des Produkt-Inspektionssystems RAYCON.

Die Produkthaftungspflicht und die Zertifizierung nach IFS (International Food Standard) machen die Inspektion von Lebensmittelerzeugnissen auf Fremdkörper unabdingbar. Für die jeweiligen Verarbeitungsstufen und kritischen Kontrollpunkte (CCP) in der Fleischindustrie - wie z. B. die Untersuchung von Rohfleisch, Wurstbrät oder verpackten Produkten - stellt S+S spezielle Gerätetypen zur Verfügung. Fremdkörper- und Metall-Separatoren stellen sicher, dass die IFS-Normen eingehalten werden. Der mechanische Aufbau der Geräte erfüllt die besonderen hygienischen Anforderungen der Lebensmittelindustrie („Hygienic Design“). Zudem besteht die Möglichkeit die Geräte drahtlos per WLAN in das Netzwerk einzubinden.

Kontrolle von Rohware, Wurstbrät und Endprodukten
Mit dem Metall-Detektionssystem UNICON werden in E1/E2-Behältern transportiertes Frischfleisch oder tiefgekühlte Fleischblöcke auf unbeabsichtigte Metallverunreinigungen wie Fleischerhaken, Schlachtwerkzeuge und Rückstände von Messerbrüchen untersucht. Wenn ein kontaminierter Behälter den Metalldetektor passiert, wird dieser ausgeschieden. Nachfolgende Maschinen (Cutter) sind sicher geschützt. Außerdem wird verhindert, dass große Metallteile zerkleinert werden und als eine Vielzahl kleinster Metallpartikel in den weiteren Produktionsprozess gelangen. Das Metall-Detektionssystem VARICON wird hauptsächlich für den letzten Metall-Check im Warenausgang nach dem Abpacken, beim Verwiegen oder beim Etikettieren eingesetzt.

Der Metall-Separator LIQUISCAN ist auf die Kontrolle von Wurstbrät oder ähnlichen pastösen Massen spezialisiert. Er lässt sich durch seine kompakte Bauweise direkt zwischen dem Auslass des Vakuumfüllers (z.B. Handtmann, Vemag, Karl Schnell) und dem Füllrohr der Clipperanlage installieren. Wird eine Metallverunreinigung festgestellt, lenkt ein pneumatisches Ventil das kontaminierte Wurstbrät automatisch aus dem Füllprozess in einen Auffangcontainer um. Verschiedene Flanschsysteme ermöglichen die problemlose Anbindung an alle in der Fleischin-
dustrie verbreiteten Fülleranlagen. Je nach Durchsatzleistung sind unterschiedliche Rohrdurchmesser und Detektorgrößen lieferbar.

Das Produkt-Inspektionssystem RAYCON wird hauptsächlich für die Endkontrolle von verpackten Produkten eingesetzt. Aluminiumbeschichtetes Verpackungsmaterial oder metallisierte Folien sind dabei kein Hindernis. Die gleichzeitige Inspektion unterschiedlicher Produkte und Verpackungen ist möglich, ohne dass der Anwender die Geräteeinstellung ändern muss. Ein einmaliges „Lernen“ der Produkte reicht aus. Quer oder versetzt liegende Produkte verursachen keine Fehlermeldung. Es ist sogar möglich, parallel laufende Produktlinien mit komplett unterschiedlichen Produkten gleichzeitig zu untersuchen. Als Separier-System von Fehlprodukten kommen Pusher oder Blasdüsen mit abschließbarem Sammelbehälter in Frage. Die Datenprotokollierung und –archivierung erfüllt die Anforderungen von IFS und HACCP. Das Produkt-Inspektionssystem RAYCON garantiert eine optimale Bildverarbeitung bei einer hohen Durchsatzgeschwindigkeit von bis zu 600 Produkteinheiten pro Minute. Es arbeitet mit einer sehr geringen Röntgenleistung von 50 oder 80 KV, ist gemäß EU-Richtlinie 1999/2/EG als Prüfgerät für Lebensmittel und Lebensmittelbestandteile erlaubt und erfordert keine besonderen Vorkehrungen bei der Installation.

Drahtlose Kommunikation

Über das zentrale Datenmanagementsystem INSIGHT können die Metall-Detektionssysteme UNICON und VARICON sowie die LIQUISCAN Metall-Separatoren in jedes Netzwerk eingebunden werden. Dies ermöglicht eine HACCP-konforme Verarbeitung, Visualisierung und Protokollierung aller detektionsrelevanten Produkt- und Anlagenparameter. Die Bedienung ist einfach, übersichtlich und somit anwenderfreundlich. Änderungen, Archivierungen und Auswertungen können für jedes einzelne S+S Gerät gezielt vom Leitstand aus vorgenommen werden. Die zentrale Darstellung aller vernetzten Geräte, die einfache Einbindung der Daten in ein übergeordnetes Leitsystem und die optionale Ferndiagnose per Modem stellen eine hohe Verfügbarkeit aller Metall-Detektoren und -Separatoren sicher. Die von S+S auf dem Messestand gezeigte drahtlose Übertragung der Prozesssignale per WLAN ist für den Einsatz in der Fleischindustrie bestens geeignet, da z. B. Steckerverbindungen entfallen und die Hockdruckreinigung problemlos möglich ist (IP 65).

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Das Metall-Detektionssystem mit Förderband UNICON eingesetzt zur Untersuchung von Geflügel. (Foto: S+S)

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Der Metall-Separator LIQUISCAN wird auf einem fahrbaren, höhenverstellbaren Ständer geliefert. (Foto: S+S)

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Die neue Generation des Produkt-Inspektionssystems RAYCON ist ein vergleichsweise kompakter und leichter Röntgenscanner für die Endkontrolle von verpackten Produkten. (Foto S+S)

Quelle: S+S Separation and Sorting Technology GmbH
Autor: Brigitte Rothkopf