Aktuelles und Messen
 
10.11.2008

Sicherheit beim Spielen!


Bei einem weltweit führenden Hersteller von Spielwaren misst man dem Thema Qualität in allen Bereichen große Bedeutung bei. Dabei geht man keinerlei Kompromisse ein, weder bei der Sicherheit der Produkte, noch was die Verantwortung gegenüber Kunden, Herstellern, Verbrauchern und der Umwelt angeht. Qualität ist ein elementares Kriterium, das sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensphilosophie und Geschäftspolitik zieht. Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind in einem globalen Qualitätssicherungssystem festgelegt.

 

Bei den für Spielzeug verwendeten Kunststoffen legt der Spielwarenhersteller nicht nur die gleichen strengen Maßstäbe an, die für Verpackungen im Lebensmittelbereich gelten, sondern stellt noch etliche weitere Anforderungen an die Eigenschaften der Rohstoffe. Das Unternehmen unterhält ein eigenes Kunststoff-Entwicklungslabor und ein Testlabor.

 

Alle Spielzeuge tragen das CE-Zeichen der EU, womit der Spielwarenhersteller garantiert, dass das jeweilige Produkt den Bestimmungen der EU-Richtlinie für Spielzeug entspricht. Produkte für den  amerikanischen Markt müssen dem 'Code of Federal Regulation' und der ASTM Norm F963 entsprechen.

 

Als im Fertigungsprozess Probleme auftraten, die von Metallverunreinigungen im Kunststoffgranulat verursacht wurden, war dies der Ausgangspunkt für die Installation von Magnetsystemen. Als Quelle für die Verunreinigung kam Kunststoffrecyclingmaterial aus der Mahlanlage in Frage. Die Metallteilchen lagerten sich in der Plastifizierschnecke und in den Düsen an und waren verantwortlich für teure Stillstände der Spritzgießmaschinen. In bestimmten Fällen hätten die Metallverunreinigungen sogar die Spritzgußwerkzeuge beschädigen können oder - schlimmstenfalls - wäre ein Metallteilchen aus einem fertigen Spielzeugteil herausgeragt.
 

Applikation_Spielwarenhersteller
Der SAFEMAG im Einsatz bei der hier beschriebenen Anwendung an einer Spritzgießmaschine.

 

S+S Separation and Sorting Technology, Schönberg, entwickelte ein Magnetsystem, welches direkt auf dem Materialeinzug von Spritzgießmaschinen, unterhalb der Dosiereinrichtung installiert werden kann. Als „Last Chance Controller" stellen diese Magnetsysteme sicher, dass die Metallseparation so spät wie möglich im Fertigungsprozess erfolgt. Ein wichtiger Vorteil ist, dass beim Einbau direkt auf der Verarbeitungsmaschine, nur ein Magnetsystem pro Maschine benötigt wird.

Aufgrund der Tatsche, dass das Magnetsystem in eine bereits bestehende Anlage integriert werden musste, forderte der Spielwarenhersteller eine sehr flache Bauweise. Ein Umbau des Leitungsverlaufs oberhalb der Maschine wäre nur erschwert und mit großem Kostenaufwand möglich gewesen. Für den Einbau standen etwa 80 Millimeter Platz zur Verfügung.

 

S+S ist es gelungen, ein sehr leistungsstarkes und mit nur 60 Millimeter ein sehr flaches Magnetsystem zu konstruieren. Die kompakte und robuste Alublock-Bauweise des SAFEMAG macht es möglich, Förder-, Misch- und Dosiereinheiten direkt auf dem Rohrmagneten zu installieren.

 

Das Handling des Magnetsystems musste sehr einfach sein und eine schnelle und effektive Reinigung sichergestellt werden. Aus diesem Grund ist das Magnetsystem an der Vorderseite mit einem Schubfach ausgestattet. Um den Aluminiumblock mit den Magnetstäben zur Abreinigung herauszuziehen, müssen einfach nur zwei Schnellspannverschlüsse geöffnet werden. Die Metallverunreinigungen können dann manuell von den Magnetstäben entfernet werden.


Nach einer Testphase mit zehn SAFEMAG Magnetsystemen und sehr guten Erfahrungen, entschied der Spielwarenhersteller, auf allen weiteren mehr als 600 Spritzgießmaschinen Magnetsysteme zu installieren.